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Pinnwand Deutsch

Die Begründung der Jury: „Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman „Die Hauptstadt“ auf eindringliche Weise. Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen. Und macht unter anderem unmissverständlich klar: Die Ökonomie allein, sie wird uns keine friedliche Zukunft sichern können. Die, die dieses Friedensprojekt Europa unterhöhlen, sie sitzen unter uns – „die anderen“, das sind nicht selten wir selbst. Mit „Die Hauptstadt“ ist der Anspruch verwirklicht, den Robert Menasse an sich selbst gestellt hat: Zeitgenossenschaft ist darin literarisch so realisiert, dass sich Zeitgenossen im Werk wiedererkennen und Nachgeborene diese Zeit besser verstehen werden.“

Für die Auszeichnung waren außerdem nominiert: Gerhard Falkner (Romeo oder Julia, Berlin Verlag), Franzobel (Das Floß der Medusa, Paul Zsolnay), Thomas Lehr (Schlafende Sonne, Carl Hanser), Marion Poschmann (Die Kieferninseln, Suhrkamp) und Sasha Marianna Salzmann (Außer sich, Suhrkamp).

Der Preisträger wurde in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Die sieben Jurymitglieder haben seit Ausschreibungsbeginn 200 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2016 und dem 12. September 2017 erschienen sind. Aus diesen Romanen wurde eine 20 Titel umfassende Longlist zusammengestellt. Daraus haben die Jurorinnen und Juroren sechs Titel für die Shortlist gewählt.

Mit dem Deutschen Buchpreis 2017 zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den deutschsprachigen Roman des Jahres aus.

Unter www.deutscher-buchpreis-blog.de veröffentlichen die „Buchpreisblogger“ Rezensionen zu allen Titeln der Longlist sowie Hintergrundinformationen und kritische Debattenbeiträge.

„Der LEIPZIGER LESEKOMPASS möchte Eltern, Bibliothekaren, Buchhändlern und pädagogischen Fachkräften Orientierung und Expertise bieten. Denn bei über 8.000 Kinder- und Jugendbüchern, die jedes Jahr neu erscheinen, fällt die Auswahl oft nicht leicht. Der diesjährige LEIPZIGER LESEKOMPASS besticht durch seine mediale Vielfalt und hervorragende Geschichten, die ihre kleinen und großen Leser ernst nehmen“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.

Die prämierten Geschichten spiegeln aktuelle gesellschaftliche Themen wider und sind zugleich nah an der Lebensrealität vieler Kinder und Jugendlicher. Zudem eignen sie sich für die Sprach- und Leseförderung in Kindertagesstätten und Schulen.

 


Vom 24. April bis 7. Mai 2017 liest die ganze Stadt wieder ein Buch: »Benjamin und seine Väter« von Herbert Heckmann (erscheint im Frühjahr 2017 im Verlag Schöffling & Co.).
Alle Schulen in Frankfurt und Umgebung, Theater-AGs, Jugend- oder Projektgruppen sind eingeladen mit einem eigenen Beitrag teilzunehmen!
 Es ist möglich, das Arbeitsergebnis im Rahmen der Veranstaltungsreihe öffentlich zu präsentieren. Bei der kreativen Auseinandersetzung mit Thema und Buch sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, ob Theateraufführungen, Musikvorführungen, Videoclips, Lesungen, Diskussionsrunden oder Ausstellungen.


Mögliche Themen


- eine Kindheit/Jugend im Frankfurt der 20er und 30er Jahre (politische, gesellschaftliche Veränderungen)


- Kinderbuchhelden (im Roman: Robinson Crusoe, Don Quijote, Huckleberry Finn, Jim Hawkins (»Die Schatzinsel«)


- Identitätssuche, Aufruhr und Revolte, Jugendbanden


Informationen und Teilnahmemöglichkeiten für Schulen in Frankfurt und Region
Ablauf: Interessenten sollten bis zum 18. November 2016 Kontakt mit dem Verein aufnehmen.
Kontakt
Programmplanung: Lothar Ruske, Lothar Ruske PR, E-Mail: l.ruske@lothar-ruske-pr.de, Tel. 069/77 01 71
Koordination: Frankfurt liest ein Buch e.V., Sonja Gülk, Kaiserstraße 79, 60329 Frankfurt am Main, E-Mail: info@frankfurt-liest-ein-buch.de, Tel. für Rückfragen: 069/92 07 87 24 (Mo-Fr 9-13 Uhr),
http://www.frankfurt-liest-ein-buch.de

Das neue Kerncurriculum Deutsch kann auf der Seite des Hessischen Kultusministeriums als PDF-Datei heruntergeladen werden. Ergänzend gibt es Umsetzungsbeispiele für die Einführungs- und Qualifizierungsphase, Beispiele für projektorientierten, fächerübergreifenden Unterricht, eine Matrix zur Erarbeitung der Kompetenzbereiche, Bildungsstandards und Themenfelder sowie eine Auswahl an Literaturhinweisen. Zur Einführung empfiehlt sich die Präsentation der Konzeption im Fach Deutsch, die die Erarbeitung und Struktur des jeweiligen Kerncurriculums erläutert.